Neuseeland, Rotorua
06.02.2010 - 07.02.2010
26 °C
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Meine Weltreise
& Moritz Neuseelandbesuch
auf TatisReise's Reise-Karte.
6.02.2010:
Nachdem wir auf dem Weg nach Rotorua schon eine der Hauptattraktionen gesehen hatten - das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland - ging es nun direkt nach Rotorua.
Zu allererst fuhren wir an den Rotorua See zur "Thermal Area". Die Luft roch mancherorts nach Schwefel. Nachdem wir uns einen relativ geruchslosen Platz am See gesucht hatten, kochten wir zu Mittag und relaxten am Campervan.
Ursprünglich dachten wir, dass der Rotorua See genauso schön wie der Taupo See sei, eben nur eine Nummer kleiner. Leider war das nicht der Fall. Der See ist ziemlich verschmutzt und von Algen befallen.
Am Abend schauten wir uns die Government Gardens mit dem Museum an und relaxten danach im Polynesian Spa. Die Pools hier sind einfach traumhaft. Alle Open Air und mit Steinen ausgelegt - auf sehr natürliche Weise. Und dazu hat man noch einen tollen Blick auf den Rotorua See.

Government Gardens

Government Gardens
Im Anschluss fuhren wir in den Rainbow Springs Tierpark, ein absolutes Muss auf meiner To-Do Liste. Das Ticket für den Park ist 24 Stunden gültig. Somit kann man abends die nachtaktiven Tiere sehen und am Tag die restlichen Bewohner des Tierparks besuchen.
Das Highlight legten wir gleich an den Anfang: Die Kiwis im Open Air Nachtgehege.
Der Nationalvogel Neuseelands ist ein nachtaktives Tier und somit ist es eher unwahrscheinlich ihn in freier Wildbahn zu sehen. In dem Freigehege des Parks hatten wir die Gelegenheit dem Vogel bei seinen nächtlichen Aktivitäten zuzuschauen.
Wir hatten das Glück zu diesem Zeitpunkt die einzigen Besucher zu sein (Was wahrscheinlich daran lag, dass wir erst 20 Minuten vor Schließung erschienen).
So konnten wir ganz in Ruhe (abgesehen vom Zeitfaktor) die Kiwis beobachten. Immer wieder rannten sie scheinbar ziellos/orientierungslos hin und her, hielten schlagartig an und stöberten mit ihrem langen Schnabel im Boden nach Essbarem. Sehr lustige Tiere.
Leider schaffte ich es nicht ein scharfes Bild aufzunehmen. Blitz war Tabu und durch die rasanten Bewegungen der Kiwis war an Langzeitbelichtung nicht zu denken.

Ein weiterer nachtaktiver Bewohner ist die Tuatara Echse, Neuseelands "Dinosaurier".

Da wir die Nacht nicht am nach Schwefel riechenden Rotorua See verbringen wollten, fuhren wir zum nahegelegenen Okareka See.

7.02.2010:
Morgens frühstückten wir dort direkt am Wasser und fuhren danach zum benachbarten Blue Lake (auf Maori: Lake Tikitapu)

Moritz fuhr am Blue Lake spontan ein paar Runden Wasserski und probierte auch das Wakeboarden aus. Ich beobachtete das Spektakel vom Boot aus! ![]()

Blue Lake
Danach relaxten wir noch ein wenig am See, der übrigens auch diese tollen kostenlosen Grillstellen hat, die von den Kiwis gerne benutzt werden.


Da wir die tagaktiven Bewohner des Rainbow Springs Parks noch nicht gesehen hatte, fuhren wir am frühen Nachmittag erneut in den Park. Bei Tageslicht konnte man erst so richtig sehen wie schön der Park angelegt war. Neben der neuseeländischen Tierwelt (bzw. Vogelwelt) bekommt man in Rainbow Springs nämlich auch einen Einblick in die Pflanzenwelt, wie z.B die vielen verschiedenen Farnarten, die in Neuseeland wachsenden Red Woods und natürlich die Kauri Fichten.
Mitten durch diese grüne Oase verläuft der Rainbow Fluss, in dem Forellen leben.

Redwoods
Highlight dieses Besuchs sollte die Kiwi Tour werden, auf der man angeblich auch Kiwi Küken zu Gesicht bekommt. Im Rainbow Springs Park wird den Kiwis nämlich bei der Fortpflanzung geholfen.
Die Kiwis sind ja schon erstaunlich "unfähige" Tiere. Obwohl sie "Vögel" sind, haben sie (und einige andere neuseeländische Vögel) im Laufe der Evolution ihre Flugfähigkeit verloren. Das liegt an der Tatsache, dass sie seit 70 Mio Jahren hier leben und auf Neuseeland seit Trennung der Erdplatten keine Landsäugetiere lebten. Ohne diese Feinde konnten die Vögel auch auf dem Boden leben und einige gewöhnten sich daraufhin das Fliegen ab. Nach Einführung von jagenden Säugetieren durch Menschen (Katze, Hund, Possum, Ratte, etc) schaffte es Mutter Natur leider noch nicht die Evolution rückgängig zu machen. Deshalb sind der Kiwi (und einige andere Vögel im Rainbow Springs Park) vom Aussterben bedroht (nur 5-10% aller Küken überleben in Freiheit).
Leider hatten wir bei der Tour ziemliches Pech. Alle Küken waren schon aus ihren Brutkästen in die Gehege verlegt worden und schliefen in ihren Erdhöhlen. Auch im künstlichen "Nachtgehege" (in dem es tagsüber dunkel ist und die Temperatur per Klimaanlage am Morgen gesenkt wird, um den Kiwis den Nachteinbruch vorzugaukeln), war tote Hose. An diesem Morgen gab es ein Problem mit der Klimaanlage und es war deshalb zu warm im Nachthaus. Folglich schliefen die Kiwis noch als wir sie besuchten.
Ein kleines Highlight war ein "schlüpfendes" Küken. Man konnte schon den Schnabel sehen wie er an einer Stelle die Schale durchbrochen hatte. Da das Schlüpfen jedoch ein sehr langwieriger Akt ist, blieb es während unserer Besuchszeit bei dem kleinen Loch im Ei.
Aber wenigstens lernten wir einiges über das Leben der Kiwis:
Ein Kiwi
- hat keine Flügel
- lebt in Erdlöchern und Baumhöhlen
- besitzt im Gegensatz zu anderen Vögeln Nasenlöcher mit denen er Feinde und Nahrung "erriechen" kann
- hat wie Katzen zur Orientierung Barthaare
- wird spät geschlechtsreif und legt nur EIN Ei pro Jahr!
- hat eine sehr lange Brutzeit (2,5 Monate)
- legt proportional zum Muttertier das größte Ei in der Vogelwelt
- ist genetisch Australiens Emu sehr nah
- Die Federn des Kiwi ähneln eher Fell als Federn. Sie sind sehr filigran und weich und wurden deshalb von den Maori benutzt, um ihre Umhänge zu schmücken
Und am Ende der Tour durften wir noch einmal ins Nachthaus der Kiwis. Die Klimaanlage hatte die Temperatur nun so weit nach unten gebracht, dass die Kiwis hinter den dicken Scheiben nun auch wach waren. Es war jedoch kein Vergleich zu dem Kiwi Erlebnis, das wir die Nacht zuvor hatten.
Weitere Vögel des Tages waren unter anderem:
- der schwarze Tui mit seinen weißen Kehllappen und dem tollen Gesang

- die massige Waldtaube Kereru

- der Nordinsel-Papagei Kaka

- der Alpenpapagei Kea

Nach dem Besuch bei den Forellen und eingeführten Tieren (weiße Schwäne, Wallabies, Hühner, etc) fuhren wir Richtung Coromandel Halbinsel.
Eingestellt von TatisReise 06.02.2010 17:00 Archiviert in Neuseeland Tagged round_the_world Kommentare (0)
































































