Reise blog von Travellerspoint

Neuseeland, Rotorua

sunny 26 °C
View Meine Weltreise & Moritz Neuseelandbesuch auf TatisReise's Reise-Karte.

6.02.2010:

Nachdem wir auf dem Weg nach Rotorua schon eine der Hauptattraktionen gesehen hatten - das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland - ging es nun direkt nach Rotorua.

Zu allererst fuhren wir an den Rotorua See zur "Thermal Area". Die Luft roch mancherorts nach Schwefel. Nachdem wir uns einen relativ geruchslosen Platz am See gesucht hatten, kochten wir zu Mittag und relaxten am Campervan.

Ursprünglich dachten wir, dass der Rotorua See genauso schön wie der Taupo See sei, eben nur eine Nummer kleiner. Leider war das nicht der Fall. Der See ist ziemlich verschmutzt und von Algen befallen.

Am Abend schauten wir uns die Government Gardens mit dem Museum an und relaxten danach im Polynesian Spa. Die Pools hier sind einfach traumhaft. Alle Open Air und mit Steinen ausgelegt - auf sehr natürliche Weise. Und dazu hat man noch einen tollen Blick auf den Rotorua See.

ehem__Bade.._Museum.jpg
Government Gardens

Government.._Museum.jpg
Government Gardens

Im Anschluss fuhren wir in den Rainbow Springs Tierpark, ein absolutes Muss auf meiner To-Do Liste. Das Ticket für den Park ist 24 Stunden gültig. Somit kann man abends die nachtaktiven Tiere sehen und am Tag die restlichen Bewohner des Tierparks besuchen.

Das Highlight legten wir gleich an den Anfang: Die Kiwis im Open Air Nachtgehege.
Der Nationalvogel Neuseelands ist ein nachtaktives Tier und somit ist es eher unwahrscheinlich ihn in freier Wildbahn zu sehen. In dem Freigehege des Parks hatten wir die Gelegenheit dem Vogel bei seinen nächtlichen Aktivitäten zuzuschauen.
Wir hatten das Glück zu diesem Zeitpunkt die einzigen Besucher zu sein (Was wahrscheinlich daran lag, dass wir erst 20 Minuten vor Schließung erschienen).
So konnten wir ganz in Ruhe (abgesehen vom Zeitfaktor) die Kiwis beobachten. Immer wieder rannten sie scheinbar ziellos/orientierungslos hin und her, hielten schlagartig an und stöberten mit ihrem langen Schnabel im Boden nach Essbarem. Sehr lustige Tiere.

Leider schaffte ich es nicht ein scharfes Bild aufzunehmen. Blitz war Tabu und durch die rasanten Bewegungen der Kiwis war an Langzeitbelichtung nicht zu denken.

Kiwi_Schild.jpg

Ein weiterer nachtaktiver Bewohner ist die Tuatara Echse, Neuseelands "Dinosaurier".

Tuatara_Echse.jpg

Da wir die Nacht nicht am nach Schwefel riechenden Rotorua See verbringen wollten, fuhren wir zum nahegelegenen Okareka See.

Rotorua__L..Camping.jpg

7.02.2010:

Morgens frühstückten wir dort direkt am Wasser und fuhren danach zum benachbarten Blue Lake (auf Maori: Lake Tikitapu)

Lake_Okare..hstueck.jpg

Moritz fuhr am Blue Lake spontan ein paar Runden Wasserski und probierte auch das Wakeboarden aus. Ich beobachtete das Spektakel vom Boot aus! :)

Blue_Lake.jpg
Blue Lake

Danach relaxten wir noch ein wenig am See, der übrigens auch diese tollen kostenlosen Grillstellen hat, die von den Kiwis gerne benutzt werden.

Strand_BBQ..fuer_NZ.jpg

BBQ_free.jpg

Da wir die tagaktiven Bewohner des Rainbow Springs Parks noch nicht gesehen hatte, fuhren wir am frühen Nachmittag erneut in den Park. Bei Tageslicht konnte man erst so richtig sehen wie schön der Park angelegt war. Neben der neuseeländischen Tierwelt (bzw. Vogelwelt) bekommt man in Rainbow Springs nämlich auch einen Einblick in die Pflanzenwelt, wie z.B die vielen verschiedenen Farnarten, die in Neuseeland wachsenden Red Woods und natürlich die Kauri Fichten.
Mitten durch diese grüne Oase verläuft der Rainbow Fluss, in dem Forellen leben.

Redwoods.jpg
Redwoods

Highlight dieses Besuchs sollte die Kiwi Tour werden, auf der man angeblich auch Kiwi Küken zu Gesicht bekommt. Im Rainbow Springs Park wird den Kiwis nämlich bei der Fortpflanzung geholfen.

Die Kiwis sind ja schon erstaunlich "unfähige" Tiere. Obwohl sie "Vögel" sind, haben sie (und einige andere neuseeländische Vögel) im Laufe der Evolution ihre Flugfähigkeit verloren. Das liegt an der Tatsache, dass sie seit 70 Mio Jahren hier leben und auf Neuseeland seit Trennung der Erdplatten keine Landsäugetiere lebten. Ohne diese Feinde konnten die Vögel auch auf dem Boden leben und einige gewöhnten sich daraufhin das Fliegen ab. Nach Einführung von jagenden Säugetieren durch Menschen (Katze, Hund, Possum, Ratte, etc) schaffte es Mutter Natur leider noch nicht die Evolution rückgängig zu machen. Deshalb sind der Kiwi (und einige andere Vögel im Rainbow Springs Park) vom Aussterben bedroht (nur 5-10% aller Küken überleben in Freiheit).

Leider hatten wir bei der Tour ziemliches Pech. Alle Küken waren schon aus ihren Brutkästen in die Gehege verlegt worden und schliefen in ihren Erdhöhlen. Auch im künstlichen "Nachtgehege" (in dem es tagsüber dunkel ist und die Temperatur per Klimaanlage am Morgen gesenkt wird, um den Kiwis den Nachteinbruch vorzugaukeln), war tote Hose. An diesem Morgen gab es ein Problem mit der Klimaanlage und es war deshalb zu warm im Nachthaus. Folglich schliefen die Kiwis noch als wir sie besuchten.

Ein kleines Highlight war ein "schlüpfendes" Küken. Man konnte schon den Schnabel sehen wie er an einer Stelle die Schale durchbrochen hatte. Da das Schlüpfen jedoch ein sehr langwieriger Akt ist, blieb es während unserer Besuchszeit bei dem kleinen Loch im Ei.

Aber wenigstens lernten wir einiges über das Leben der Kiwis:

Ein Kiwi

  • hat keine Flügel
  • lebt in Erdlöchern und Baumhöhlen
  • besitzt im Gegensatz zu anderen Vögeln Nasenlöcher mit denen er Feinde und Nahrung "erriechen" kann
  • hat wie Katzen zur Orientierung Barthaare
  • wird spät geschlechtsreif und legt nur EIN Ei pro Jahr!
  • hat eine sehr lange Brutzeit (2,5 Monate)
  • legt proportional zum Muttertier das größte Ei in der Vogelwelt
  • ist genetisch Australiens Emu sehr nah
  • Die Federn des Kiwi ähneln eher Fell als Federn. Sie sind sehr filigran und weich und wurden deshalb von den Maori benutzt, um ihre Umhänge zu schmücken

Und am Ende der Tour durften wir noch einmal ins Nachthaus der Kiwis. Die Klimaanlage hatte die Temperatur nun so weit nach unten gebracht, dass die Kiwis hinter den dicken Scheiben nun auch wach waren. Es war jedoch kein Vergleich zu dem Kiwi Erlebnis, das wir die Nacht zuvor hatten.

Weitere Vögel des Tages waren unter anderem:

  • der schwarze Tui mit seinen weißen Kehllappen und dem tollen Gesang

Tui.jpg

  • die massige Waldtaube Kereru

Kereru_Waldtaube.jpg

  • der Nordinsel-Papagei Kaka

Kaka_Papagei.jpg

  • der Alpenpapagei Kea

Kea_4.jpg

Nach dem Besuch bei den Forellen und eingeführten Tieren (weiße Schwäne, Wallabies, Hühner, etc) fuhren wir Richtung Coromandel Halbinsel.

Eingestellt von TatisReise 06.02.2010 17:00 Archiviert in Neuseeland Tagged round_the_world Kommentare (0)

Neuseeland, Lake Taupo

sunny 27 °C
View Meine Weltreise & Moritz Neuseelandbesuch auf TatisReise's Reise-Karte.

Nach dem Aufstehen am 4.02.2010 kühlte sich Moritz im kalten Nass ab. Ich ging es wegen meines ledierten Zehs noch etwas langsam an. Zum Frühstück gingen wir ins Alley Katz café. Eggs Benedict. Lecker.

Direkt danach fuhren wir zum Lake Taupo, dem größten See Australasiens (606 Quadratkilometer - ungefähr die Größe von Singapur). Der See ist eigentlich ein Krater eines riesigen Vulkans, der mit Wasser gefüllt ist. Er entstand bei einer enormen Eruption vor ca 26.500 Jahren, der wahrscheinlich Größten in der mittelbaren Geschichte unserer Erde. Den letzten Ausbruch hatte der noch "aktive" Vulkan vor 1800 Jahren.

Auf dem Weg fuhren wir immer wieder an "Straßenständen" vorbei wo Privatpersonen ihr selbst angepflanztes Obst und Gemüse verkauften.

Avocados_a..senrand.jpg
Avocados

Noch vor Ankunft in der Stadtmitte bogen wir zu den Huka Falls ab. Hier zwängt sich der Waikato River - einziger Abfluß des Taupo Lake bei 47 Zuflüssen - durch einen langen, schmalen Felskanal ehe sein türkis leuchtendes Wasser knapp 10 m über die Huka Falls stürzt.

Lake_Taupo_Huka_Falls.jpg

large_Huka_Falls2.jpg

In Taupo selbst suchten wir uns einen schönen Platz direkt am See, in der Nähe des Surfcenters am 2 Mile Bay.

Lake_Taupo..afplatz.jpg

Leider war hier am See - im Gegensatz zur Karikari Peninsula - Windstärke 0. An Kite- oder Windsurfen war nicht zu denken. Deshalb genossen wir das klare Wasser des Sees und den Sonnenuntergang. Schöne Kulisse für den Sonnenuntergang boten die schwarzen Schwäne und die New Zealand Scaup (Maori Enten), die man als "tiefer gelegte" Enten als wie wir sie kennen beschreiben kann und die immer ganz flink abgetaucht sind. Deshalb tragen sie auch den Zweitnamen Neuseeland-Tauchente.

schwarzer_Schwan.jpg
Schwarzer Schwan

Schwarzer_..tergang.jpg
Schwarzer Schwan im Sonnenuntergang

Lake_Taupo..tergang.jpg
Sonnenuntergang

Leider habe ich kein Bild eines lebenden Exemplars des Scaup:
NZ_Scaup-_Maori_Ente.jpg

Am Abend schauten wir trotz der Windstille im benachbarten Surfcenter vorbei, um an der Bar ein Bier zu trinken. Der Manager und Sohn des Besitzers, Jan Landl, stellte sich als Halbdeutscher heraus. Wir plauderten viel über Neuseeland und er erzählte uns ein wenig über die typischen "kurzen" Kiwi Drinks, z.B den "Attitude Adjustment". Hierbei handelt es sich um Cointreau, den man aus einem Shotglas trinkt, 9 Sekunden im Mund behält und herumspült. Danach schluckt man ihn herunter und atmet tief ein. Nach mehreren dieser Shots hat man anscheinend ein Attitude Adjustment. Diese Lehrstunde war ein weiterer Baustein unseres "kulinarischen" Wissens über Neuseeland.

Am 5.02.2010 erkundeten wir die Attraktionen der Gegend, u.a die thermischen Aktivitäten, die es in diesem Vulkangebiet gibt.

Zuerst das Volcanic Activity Center, das mit wissenschaftlich fundiertem "Edutainment" wirbt, inkl. Erdbebensimulator. Sehr interessant, aber zu viel Information für das an landschaftliche Eindrücke gewöhnte Gehirn. Deshalb stärkten wir uns danach im Huka Prawn Park, wo man sogar sein Mittagessen selbst fangen kann, wenn man möchte.

Nach einem kurzen Abstecher zum Hilltop Lookout ging es zu den "Craters of the Moon". Dies ist ein Gebiet, in dem heißer Dampf aus dem Boden kommt und Schlammlöcher vor sich hinbrodeln.

Craters_of_the_Moon.jpg

Craters_of..on_Tati.jpg

Craters_of..rater_3.jpg
Blubberndes Schlammloch

Am Nachmittag kochten wir uns an unserem "Stellplatz" direkt am See einen halben Lammrücken. Eigentlich wollten wir es auf einem der öffentlichen Grillplätze machen, aber die waren vom Vorbenutzer nicht richtig gereinigt worden. Schade eigentlich, weil das BBQen (das Grillen) hier eine richtige Tradition ist. Quasi an allen öffentlichen Stellen (z.B Seen oder Parks) findet man elektrische Grillflächen, deren Benutzung sogar teilweise kostenlos ist. Wir sind nicht in Kiwi Land sondern Grill Land.

Lamm_kochen_4.jpg
Unser Nachmittagstisch

Und den Abend genossen wir in denen mit Hilfe geothermischer Energie erhitzten AC Baths. Im warmen Außenpool hatte man einen tollen Blick auf die umliegende Landschaft.

Den 6.02.2010 gingen wir etwas früher an, weil wir auf dem Weg nach Rotorua noch das Wai-0-Tapu Thermal Wonderland besuchen wollten.

Um Punkt 10:15 schießt hier jeden Tag der Lady Knox Geysir seine Wasserladung in die Luft. Er speit so pünktlich, weil ein Ranger ihm mit Seifenwasser nachhilft. Dies verringert die Oberflächenspannung des Wassers und läßt den Geysir ausbrechen.

large_P1080063.jpg
Lady Knox Geysir

large_P1080070.jpg

Lady_Knox_..nd_Tati.jpg

Lady_Knox_und_Tati.jpg
Tati wird zum Geysir

Im Anschluß liefen wir mit unserer neuen Bekanntschaft aus Deutschland - Lena und Christoph (auch auf Weltreise) - durch das Thermal Wonderland. Es ist die größte Thermalfläche in der Vulkanumgebung Taupos und lockt mit kollabierten Kratern, heißen und kalten Seen, Schlammtümpeln, Sinterterrassen und dampfenden Erdspalten.

large_Rainbow_Crater2.jpg
Rainbow Crater

large_Primrose_Terrace_nah.jpg
Primrose Terrace

large_Frying_Pan..Lookout.jpg
"Frying Pan" Lookout

large_Devils_Bath.jpg
Devils Bath

large_Artists_Palette_2.jpg
Artists Palette

Am besten hat uns der "Champagner Pool" gefallen:

large_Champagner_Pool_5.jpg

large_Champagner..__M_nah.jpg

large_Champagner_Pool.jpg

Eingestellt von TatisReise 05.02.2010 17:00 Archiviert in Neuseeland Kommentare (0)

Neuseeland, Karikari Peninsula und Westküste des Northland

28 °C
View Meine Weltreise & Moritz Neuseelandbesuch auf TatisReise's Reise-Karte.

Am 2.02.2010 fuhren wir wieder Richtung Karikari Peninsula, in der Hoffnung, dass der Wind abgeebt war und wir den Kitesurf Kurs machen können.

Auf dem Weg hielten wir im "Kauri Kingdom" in Awanui, einem Geschäft, in dem man Kauri Souvenirs kaufen und Kauri Möbel bestaunen kann. Attraktion ist die Giant Kauri Staircase, eine Wendeltreppe, die in einen riesigen Kauristamm gearbeitet wurde. Bei dem Kauriholz, das hier verarbeitet und verkauft wird, handelt es sich um "Moor" Kauri. Das ist Kauri Holz, das seit bis zu 40.000 Jahren im Erdboden liegt und dort - wie es in Moorgebieten passiert - erhalten blieb.

Die Kamera hatte ich nicht dabei. Deshalb gibt es auch keine Bilder zu bestaunen.

Danach hielten wir ein zweites Mal beim 90 Mile Beach an. Diesemal am unteren Ende, dem Ahipari Beach.

large_90_Mile_Be..i_Beach.jpg

large_90_Mile_Be..Beach_8.jpg

Als wir abends auf der Karikari Peninsula ankamen, wehte ein sehr starker Wind. In unserem Schlafplatz für die Nacht, dem Campingplatz in Tokerau, hofften wir, dass der Wind morgen nachlassen würde.

Heute (3.02.2010) trafen wir Berni von der Kitesurf Schule für eine Vorbesprechung in der Karikari Estate Vinery. Von hier hat man einen tollen Ausblick.

Karikari_Vinery.jpg
Die Vinery

Karikari_Vinery_Blick.jpg
Blick von der Vinery

Danach fuhren wir an den Strand in Tokerau. Leider war es wieder zu windig für eine Anfängerstunde. Da wir nicht noch einen weiteren Tag warten wollten, entschieden wir uns weiterzufahren.

Gleich zu Anfang hielten wir am Rangiputa Beach, um den blendend weißen Quarzsand zu bestaunen.

Rangiputa_..Strand2.jpg

Die Ostküste des Northlands hatten wir ja schon ausgiebig erkundigt. Deshalb fuhren wir auf dem Rückweg die Westküste entlang. Als wir auf den SH12 (State Highway) abbogen, bot sich uns ein toller Blick auf den Hokianga "Harbour".

Hokianga_Harbour_4.jpg

An der Westküste stehen die noch wenigen großen Kauri Bäume, z.B im Waipoua Forst. Hier steht der höchste Kauri des Landes (aber mit 13,7 m Breite, nicht der Breiteste), der Tane Mahuta, auch als Lord of the Forst bekannt. Er ist geschätzte 2000 Jahre alt und misst 51,5 meter. In der Mythologie der Maori ist Tane der Sohn der Mutter Erde Papatuanuku und des Himmelsvaters Ranginui. Da er mit all seiner Kraft seine Eltern trennte und somit einen Raum zwischen Erde und Himmel schaffte, entstand unser Lebensraum. Mal eine andere Entstehungsgeschichte!
;)

Highest_Ka..ee_Tati.jpg
Zwerg Tati vor Tane Mahuta

Wenn die Kauri Bäume jung sind, sehen sie aus wie schlanke Tannen mit Austrieben am gesamten Stamm. Dies ist u.a zum Schutz des Baumes gedacht. Da Kauris langsamer wachsen als andere Bäume, hätten sie außerdem mit einer verzweigten, breiten Krone ein Problem das Walddach zu durchstoßen. Deshalb sind sie in der Jugend schlanker und sehen erst im Alter von 100 Jahren wie die Kauris auf den Postkarten aus. Die Krone geht in die Breite und sie bekommen einen kahlen Stamm.

Und noch eine interessante Tatsache: Der 38. Breitengrad gilt als südlichste Grenze des Verbreitungsgebiets der Kauri-Fichten.

Der Rest der Fahrt sollte sich ziehen. Nach einer Rast in Dargaville kamen wir erst mitten in der Nacht in Orewa an. Dort war die Runde des Northland also komplett. Nächstes Ziel war Taupo.

Eingestellt von TatisReise 02.02.2010 17:00 Archiviert in Neuseeland Tagged round_the_world Kommentare (0)

Budget accommodation in Neuseeland

Read reviews from other Travellerspoint members.

Neuseeland, Karikari Peninsula und Cape Reinga

26 °C
View Meine Weltreise & Moritz Neuseelandbesuch auf TatisReise's Reise-Karte.

Nach unserer Bay of Islands Segeltour am 31.01.2010 fuhren wir noch weiter zur Karikari Peninsula, wo wir Kitesurfen lernen wollten.

Auf dem Weg machten wir eine Käsepause in Kaeo. Schließlich wollte der leckere Käse, den wir am Tag zuvor in der Käserei gekauft hatten, auch gegessen werden.

An der Stelle, an der wir hielten, befand sich lustigerweise ein "Jandal" Zaun. Hier hatten die Leute ihre alten Jandals angebracht. Ja, das ist kein Schreibfehler. Sandalen heißen hier nicht Sandals und auch nicht Flip Flops oder Thongs (Australien), sondern Jandal.

Und die Kiwis sind mächtig stolz auf ihre Jandals.

large_Kaeo_Jandal_Zaun2.jpg
Kaeo Jandal Zaun

large_Kaeo_Jandal_Zaun.jpg
Kaeo Jandal Zaun

Auf der Fahrt durchs Northland war es übrigens für uns ein ungewohnter Anblick die vielen Farne zu sehen. Das hätten wir in Neuseeland nicht erwartet. Die Ansammlungen großer Baumfarne sahen vom Auto aus wie ein Meer von Palmen. Neuseeland hat weit über 100 verschiedene Farnartren, etwa ein Drittel davon sind endemisch! Der wohl bekannteste Farn ist der Ponga oder Silver Fern. Sein an der Unterseite silberfarbenes Blatt gehört zu den nationalen Symbolen. Er ist auf den Trickots der All Blacks (Rugby Team) zu sehen und wird oft in der Tourismusindustrie verwendet. Für die Maori ist das sich spiralförmig aufrollende Blatt des jungen Baumfarns (Koru genannt) ein bedeutendes Natursymbol. Es gilt als Zeichen des Neuanfangs und der ständigen Erneuerung.

Als wir abends auf der Karikari Peninsula angekommen waren, fuhren wir bis nach Whatuwhiwhi am oberen Ende des Doubtless Bay. Dort fanden wir mal wieder einen tollen Schlafplatz mit Blick aufs Meer. Während die Sonne sich schlafen legte und am Horizont das Meer küßte, kühlten wir uns im salzigen Wasser ab.

Whatuwhiwh..tergang.jpg
Whatuwhiwhi Beach Sonnenuntergang

Whatuwhiwh..telle_2.jpg
Whatuwhiwhi Beach Schlafstelle

Wir wachten am 1.02.2010 zu viel Wind auf. Da das Kitesurfen erst nachmittags stattfinden sollte, schauten wir uns den pitoresken Karikari Moana Strand von einer Anhöhe an. Es ist ein kilometerlanger Strand mit vorgelagerten Sanddünen.

Karikari_Moana.jpg
Karikari Moana Strand

Zum Frühstück fuhren wir zum Maitai Bay. Da es hier so gemütlich war, legten wir gleich einen Verdauungsschlaf ein.
Mittags erfuhren wir dann, dass der Kitesurfkurs aufgrund zu starken Windes nicht stattfinden würde.

Da ich anscheinend nichts besseres zu tun hatte, rammte ich mir den Zehnagel am Auto an, so dass er sich nach hinten bog und mein Zeh blutete.

Maitai_Bay_Verltzung.jpg
Tatis verletzter Zeh. Dem Photograph war so unwohl bei dem Anblick, dass er nicht auf den Zeh fokussieren konnte, haha

Nach all dieser Aufregegung hatten wir aber für den Nachmittag nichts mehr zu tun und entschieden uns deshalb spontan zum 90 Mile Beach zu fahren. Dort hielten wir am Waipapakauri Beach, wo wir zufälligerweise Ian und Beverly wiedertrafen, die wir beim Campen in Orewa kennengelernt hatten. Was ein lustiger Zufall.

90_Mile_Be.._Schild.jpg
Warnschild am Strand

90_Mile_Be..Beach_3.jpg
Waipapakauri Beach - Teil des 90 Mile Beach

Zum Cape Reinga - dem nördlichsten für Touristen zugängigen Punkt Neuseelands - war es nicht mehr weit. Deshalb entschieden wir uns bis dorthin zu fahren! Wir wurden von Ian und Beverly gewarnt, dass es in diesem nördlichen Teil des Northland nur noch eine Tankstelle geben würde. Und das wurde auch ganz klar an der Tankstelle ausgeschildert:

Cape_Reing..nschild.jpg
Tankstellenschild

Am Cape Reinga hatten wir schönstes Wetter. Auf Maori heißt der Kap übrigens Te Rerenga Wairua.
Obwohl es viele behaupten, ist der Kap gar nicht der nördlichste Punkt Neuseelands. Der nördlichste Ort befindet sich in einem Privatgebiet der Maori und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich! Cape Reinga ist folglich "nur" der nordwestlichste Punkt der Aupouri-Halbinsel und damit der nordwestlichste Punkt der neuseeländischen
Nordinsel.

Hier treffen der Pazifische Ozean im Osten und der Tasmanische See im Westen aufeinander. Man sieht hervorragend wie die entgegengesetzten Wellen aufeinanderschlagen. Ein wunderbares Schauspiel der Natur.

7Oceans_meeting_3.jpg
Wie der Tasmanische See und der Pazifik aufeinandertreffen

Um ein wenig die Australier zu ärgern: Die Kiwis sagen, dass die Aupouri-Halbinsel -mit Cape Reinga an seiner Spitze - der Stinkefaust einer Faust darstellt, die das Nordland (Northland) bildet. Natürlich zeigt der Finger Richtung dem westlichen Nachbarn. :)

Für die Maori hat das Kap eine besondere Bedeutung: von hier aus starten die Seelen der Toten den langen Pilgerweg zurück nach Hawaiki, dem (heutzutage nicht existierenden) Ursprungland der Maori. Reinga bedeutet "Absprungplatz" und Te Rerenga Wairua "Absprungplatz der Geister".

Cape_Reinga.jpg
Cape Reinga

Cape_Reinga_Tati.jpg
Tati vor dem Leuchtturm

Cape_Reinga_Schilder.jpg
Entfernungen von hier

Cape_Reing..chtturm.jpg
Leuchtturm

Cape_Reing..i_Beach.jpg
Te Werahi Beach

Da wir am nächsten Tag für das Kitesurfen wieder auf der Karikari Peninsula sein mußten, wollten wir wenigstens noch eine Teilstrecke zurückfahren. Also fuhren wir bis zum Lake Ngatu, wo wir übernachteten. Hier stand auch wieder dasselbe Wohnmobil, das schon am Abend zuvor vor uns in Paihia geparkt hatte. Wir sprachen die Insassen an und stellten fest, dass es auch Deutsche waren. Nachdem wir eine Weile mit Elke und Jürgen geplaudert hatten, wurde uns allen klar, dass wir uns sogar schon zum dritten Mal gesehen hatten. Wie lustig. Wie bei Ian und Beverly trifft man die gleichen Leute immer wieder.

Eingestellt von TatisReise 31.01.2010 17:00 Archiviert in Neuseeland Tagged round_the_world Kommentare (0)

Neuseeland, Bay of Islands

sunny 27 °C
View Meine Weltreise & Moritz Neuseelandbesuch auf TatisReise's Reise-Karte.

Nachdem wir am 30.01.2010 aufgewacht waren, frühstückten wir am Auto mit Blick aufs Wasser.

Da wir keine Bay of Islands Bootstour im voraus gebucht hatten und für heute schon alles ausgebucht war, schauten wir uns Paihia an und fuhren danach zum Mahoe Farmhouse (www.mahoecheese.co.nz), einer Käserei. Der nächste Schritt unserer kulinarischen Erkundung Neuseelands.

Die Leute dort waren sehr nett und ließen uns all ihre leckeren Käse probieren und zeigten uns das Kühlhaus. Wir waren auch sehr erstaunt zu sehen, dass die Vakuummaschine aus Bad Homburg stammte.

P1070800.jpg

Kaeserei_Tati_2.jpg

Kaserei_Moritz___Tati.jpg
Kühlraum Moritz und Tati

Kaeserei_Tati.jpg
Käserei Tati

Vacuum_Maschine_HG_2.jpg
Vakuum Maschine aus Bad Homburg

Vacuum_Maschine_HG.jpg
Vakuum Maschine aus Bad Homburg

Am Ende kauften wir den "very old Gouda", den "Blue Cheese" und den "Cheese without a name", eine Kreation des Besitzers für die er sich noch keinen Namen ausgedacht hatte.
Und dazu legten wir in den Einkaufskorb noch ein paar neuseeländische Snacks: Quince Paste (Quitten gelée) für den Käse und Kumara Chips. Kumara werden hier die Süßkartoffeln genannt und sind ein typisches Gericht.

Und wenn wir schon bei kulinarischen Fakten sind, werfe ich gleich ein, dass die Kiwis die Paprika "Capsicum" nennen, im Gegensatz zu "Bell Pepper", unter welchem Namen ich sie bis jetzt auf Englisch kannte.
Von meiner botanisch versierten Cousine wurde ich später aufgeklärt, dass Kumara und Capsicum die botanischen (lateinischen) Namen für Süßkartoffel und Paprika sind!! Ich wußte doch, dass ich damals in der Schule Latein anstatt Französisch hätte belegen sollen...

Da wir durch all diese leckeren Käsesorten Hunger bekommen hatten, suchten wir uns ein schönes Plätzchen zum Mittagessen. Das fanden wir in der Watea Subdivision. Von hier konnte man mitten ins Grüne fahren und direkt am Waitangi River auf der Wiese parken. Neben uns Touris waren hier sonst nur noch 2 Autos mit Einheimischen, die aber auch bald wieder fuhren. So hatten wir den Fluß für uns alleine!
Wir kochten im campervan, aßen auf der Wiese und gingen danach eine Runde im Fluß schwimmen. Einfach toll. Mittlerweile war hier auch Vinnie mit seinem Hund angekommen. Vinnie wohnt in Paihia und besitzt dort das Fish & Chips Restaurant "Vinnie´s Take Away".

Watea_Subd..n_Fluss.jpg
Waitangi River

Wir unterhielten uns Ewigkeiten mit Vinnie über Neuseeland und die Welt und stellten mal wieder fest wie freundlich und offen die Kiwis sind!

Ein sehr schöner Tag.

Da wir keine Lust hatten wieder auf dem Campingplatz zu übernachten, parkten wir direkt am Strand und kochten uns dort noch ein leckeres Steak. Später gesellte sich noch ein Wohnmobil zu uns.

Heute (31.01.2010) ging es endlich auf die Segeltour. Auf dem Carino Segelkatamaran ging es zuerst rüber nach Russel, wo wir noch weitere Leute aufsammelten. Nachdem wir eine Weile rausgefahren waren, sichteten die Skipperin Delphine. Eigentlich kann man hier auch mit den Delphinen schwimmen, da aber momentan viele Gruppen Babies haben, ist das Schwimmen nicht erlaubt. Auch unsere Gruppe hatte Babies. Deshalb durften wir nur vom Boot aus beobachten. Die Delphine schienen Ewigkeiten neben uns herzuschwimmen. Einfach toll!!!

Segelboot_..Islands.jpg

Bay_of_Isl..Delphin.jpg
Baby Delphin

Danach fuhren wir zur Roberton Island (in Maori Motuarohia Island = Island of Desire). Dort schnorchelten wir ein wenig und liefen dann auf einen Aussichtspunkt, von dem viele Postkarten Fotos gemacht werden.

Bay_of_Islands.jpg
Blick von der Roberton Island

Segelboot_..lands_2.jpg

Nach dieser Anstrengung servierte uns die Crew ein leckeres BBQ auf dem Katamaran.

Auf dem Rückweg segelten wir noch an ein paar mehr Inseln der Bay of Islands vorbei und sahen 2 kleine Blue Penguins (Zwergpinguine).

Zurück in Paihia aßen wir Fish (Dory) & Chips bei Vinnie´s Take Away. Vinnie war sogar auch dort. :)

Bevor es weiterging, schauten wir uns den Waitangi Treaty Ground an. Ich hatte ja schon erklärt, dass hier mit der Waitangi Treaty der Grundstein für die Enstehung der britischen Kronkolonie Neuseeland gelegt wurde. Für eine detaillierte Tour der Treaty Grounds hatten wir leider keine Zeit, aber sahen unser erstes Marae (Versammlungshaus der Maori).

Waitangi.jpg
Waitangi

Waitangi_V..ngshaus.jpg
Waitangi Versammlungshaus

Waitangi_V..shaus_2.jpg
Waitangi Versammlungshaus

Waitangi_Tor.jpg
Waitangi Tor

Waitangi_Tor_Detail.jpg
Waitangi Tor Detail

Waitangi_Column.jpg
Waitangi Column

Eingestellt von TatisReise 30.01.2010 17:00 Archiviert in Neuseeland Tagged round_the_world Kommentare (0)

(Einträge 1 - 5 von 8) Seite [1] 2 » Nächste